Möller-Meinecke: RA Möller-Meinecke
Anliegerprobleme bei wohnungsnahen Golfplätzen
Wie sind Lärmschutz und Lärmschutzmaßnahmen an Golfplätzen zu bewerten?
Von: @RA Möller-Meinecke <2005-10-20>

Die Frage

Golfplätze liegen i.d.R. im Außenbereich nach § 35 Bundesbaugesetz. Hier sind sicher keine Probleme zu erwarten. Falls doch wohnungsnah gebaut werden soll (natürlich nach regulärer Flächennutzungs- und Bebauungsplanung) könnten sich selbst beim Golfsport Anliegerprobleme ergeben. Der konkrete Schallpegel beim Abschlag, und nur der ist meiner Meinung nach relevant, ist (mir!) nicht bekannt. Die Impulshaltigkeit ist ein weiterer Aspekt. Eine einzelne Spielbahn ist anders zu bewerten als eine sog. Drivingrange mit einer Vielzahl von Abschlägen. Gibt es Urteile zu diesem Themenkomplex oder solche, die vergleichbar wären?

Die Antwort

  1. Im Rahmen der Bauleitplanung ist der Standort für einen Abschlagsplatz so zu wählen, daß er benachbartes Wohnen nicht beeinträchtigt. Wird dieser Planungsgrundsatz (§ 50 BImSchG) mißachtet, kann der Bebauungsplan abgreifbar sein.
  2. Vor Erteilung einer Baugenehmigung für einen Abschlagsplatz könnte die Sportanlagenlärmschutzverordnung anzuwenden sein. Danach darf durch die Abschläge in benachsbarten (reinen) Wohngebieten in Ruhezeiten (z.B. Sonntags 13:00 bis 15:00 Uhr) der Immissionsrichtwert von (45) 50 dB(A) nicht überschritten werden; einzelne kurzzeitige Geräuschspitzen sollen diese Immissionsrichtwerte nicht um mehr als 30 dB(A) überschreiten.

Autor: Matthias Möller-Meinecke, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Verwaltungsrecht

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Golfplätze Bebauungsplan Lärm

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